AdWords vs. E-Mail-Marketing

AdWords vs. E-Mail-Marketing: Ein ungleicher Kampf…

Von Google AdWords haben die meisten Selbständigen und Unternehmen bereits gehört – nicht nur die großen, sondern auch die kleinen. Viele setzen es sogar bereits ein und das mehr oder weniger profitabel.

Von E-Mail-Marketing haben immer noch nur sehr wenige Selbständige und Unternehmen gehört – vor allem die kleinen nicht. Dabei ist es viel schneller möglich, im Bereich des E-Mail-Marketings profitabel zu arbeiten, als bei Google AdWords überhaupt den Break-Even-Punkt zu erreichen (also auf plus minus null zu kommen).

Dabei steht Google AdWords hier sogar mal nur stellvertretend für den größten Anbieter der sogenannten Pay-Per-Click (PPC) Werbung. Das grundsätzliche Problem, das in diesem Artikel beschrieben wird, teilen ALLE PPC-Anbieter – es ist also keine Problem, das nur Google AdWords speziell betreffen würde.

AdWords vs. E-Mail-Marketing: Warum der Listenaufbau dauerhaft günstiger ist und Unabhängigkeit schafft

Um die beiden Marketing-Methoden genauer gegenüber stellen zu können, wollen wir erst einmal kurz beide Methoden in einem Schnell-Überblick beleuchten:

Google AdWords:

  • Sie schalten bei AdWords zu bestimmten Suchworten (Keywords) Werbung, die in der Google-Suche denn Nutzern der Suchmaschine dann eingeblendet wird (oder auf Partnerseiten des Google Display-Netzwerkes).
  • Sie zahlen pro Klick auf Ihre Werbeanzeige an Google einen bestimmten Betrag X, der sich aus einer Art 'Auktion' ergibt (Google 'versteigert' in gewisser Hinsicht die zur Verfügung stehenden, begrenzten Werbeplätze in der Suche an alle Werbenden).
  • Klickt jemand auf Ihre Werbeanzeige, kommt er auf die Zielseite, also Ihre Homepage oder (besser natürlich) Landing Page.
  • Erst jetzt, wo der Klick (der Besucher) da ist und Sie schon Geld ausgegeben haben, besteht überhaupt die Möglichkeit, dass Sie einen Lead oder Kunden generieren.

E-Mail-Marketing:

  • Das Ziel beim E-Mail-Marketing ist es, dass Sie sich eine Liste an Interessenten aufbauen, die Sie immer wieder (wann immer Sie wollen) per E-Mail kontaktieren können.
  • Sie erstellen dazu eine spezifische Landing Page, die den einzigen und alleinigen Zweck hat, dass sich Besucher in Ihren E-Mail-Verteiler oder Ihre E-Mail-Liste eintragen.
  • Dazu bieten Sie idealerweise auf der Landing Page irgendeinen besonderen Anreiz an (ein Freebie, ein Incentive, einen Gutschein, was auch immer), damit sich der Besucher auch geneigt fühlt, sich mit wenigstens seiner E-Mail-Adresse bei Ihnen einzutragen (oder sogar mehr Daten, wenn Sie mehr abfragen wollen).
  • Sie haben nun die Möglichkeit unterschiedlichste Traffic- und Besucherquellen anzuzapfen, um Besucher auf Ihre Landing Page zu lotsen und in Leads zu verwandeln - Sie sind also nicht von einer einzigen Traffic-Quelle abhängig (und ja, theoretisch könnten Sie sogar Google AdWords Anzeigen schalten um Besucher auf Ihrer Landing Page zu generieren).

Und warum ist jetzt E-Mail-Marketing dauerhaft günstiger?!

AdWords vs. E-Mail-MarketingWarum sollte ich mir überhaupt erste eine E-Mail-Liste aufbauen, also den Besucher meiner Seite auffordern, sich mit wenigstens seiner E-Mail-Adresse bei mir einzutragen, statt ihm gleich direkt etwas zu verkaufen und somit Umsatz zu machen?!

Der Grund ist folgender:

Denken Sie bitte kurz darüber nach, was passiert, wenn Sie aufhören Ihre Google AdWords Kampagnen zu schalten. Was wird passieren?

Genau: Sie werden sofort deutlich weniger Besucher (vielleicht gar keine mehr) auf Ihrer Angebotsseite haben. Hören Sie also auf zu werben, haben Sie keine Besucher mehr und haben Sie keine Besucher mehr, haben Sie keine Abschlüsse mehr. Sie verdienen schlicht und ergreifend kein Geld mehr.

Und jetzt denken Sie mal kurz darüber nach, was passiert, wenn Sie z.B. einige Monate lang E-Mail-Marketing betrieben haben und jetzt ebenfalls aufhören Ihre Landing Page(s) zu bewerben.

Genau: Auch hier werden Sie sofort deutlich weniger Besucher (vielleicht gar keine mehr) auf Ihrer Landing Page haben.

Doch im Gegensatz zu AdWords, haben Sie hier bereits eine Datenbank an Interessenten in den vergangenen Monaten aufgebaut!

Die nimmt Ihnen keiner mehr weg!

D.h. Sie können diese Interessentenliste immer noch per E-Mail anschreiben. Sie können diesen bestehenden Interessenten immer noch Angebote unterbreiten. Sie haben immer noch einen Stamm von Interessenten, mit denen Sie Umsatz machen können – Ihre Umsatzquelle versiegt nicht, so wie sie es tut, wenn Sie nur auf AdWords gesetzt hätten!

Ihre (langfristigen) Vorteile von E-Mail-Marketing gegenüber AdWords:

  • Sie sind sofort unabhängig von nur einer einzigen Traffic- oder Besucherquelle - Sie können neben AdWords noch zig weitere Kanäle nutzen, um Besucher auf Ihre E-Mail-Marketing Landing Page zu leiten!
  • Sie werden langfristig generell unabhängig von externen Traffic-Quellen, einfach dadurch, dass Sie sich selbst eine Interessenten-Liste aufbauen - und immer wenn Sie diese anschreiben und auf ein Angebot hinweisen oder verlinken, haben Sie Besucher & Kunden praktisch auf Knopfdruck!
  • E-Mail-Marketing wird sich langfristig also definitiv wirtschaftlich viel besser auswirken oder anders ausgedrückt: Es ist langfristig definitiv kostengünstiger als dauerhaft AdWords-Werbung zu schalten!

Leider haben diese entscheidenden Vorteile die wenigsten (Klein-) Unternehmer & Selbständigen derzeit erkannt – und pulvern fleißig monatlich teilweise horrende Summen in AdWords, die in E-Mail-Marketing viel sinnvoller & effektiver angelegt wären.

Wie? Sie betreiben derzeit auch noch kein E-Mail-Marketing?

Dann wird’s jetzt aber höchste Zeit! Hier entlang bitte!

*** UPDATE ***

Aufgrund des Kommentars von Sebastian Czopp, haben wir noch einmal ein kleines zusätzliches Erklärungsvideo aufgenommen:

Bild-Quelle: © rangizzz – Fotolia.com

Gordon Kuckluck

Gordon Kuckluck ist Online-Marketer mit Leib und Seele und der Schulungsleiter und Zuständige für den technischen Support beim Lead-Motor.
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Gordon Kuckluck ist Online-Marketer mit Leib und Seele und der Schulungsleiter und Zuständige für den technischen Support beim Lead-Motor.

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10 Comments

  • Sebastian Czopp

    Reply Reply 15. Juli 2014

    Hallo Gordon,

    puuuh… am liebsten würde ich den Artikel komplett auseinander nehmen 😀

    Der Vergleich hinkt von vorne bis hinten. Du vergleichst eine Traffic-Quelle (PPC) mit einem Teil eines Verkaufsprozesses (Email-Marketing, der ggf. auch Traffic liefert. (Nachdem die Email-Liste einmal aufgebaut ist)

    Wo kommt denn der Traffic für Email-Marketing her, wenn doch PPC so böse ist?

    Schaltet Ihr nicht PPC-Werbung, um eure Liste aufzubauen?

    Mir ist absolut klar warum Du diesen Artikel schreibst, aus meiner Sicht ist es aber Irreführung.

    • Gordon Kuckluck

      Reply Reply 15. Juli 2014

      Hi Sebastian,

      hm… ich bin gerne offen für konstruktive Kritik und mache keinen Hehl daraus, warum ich diesen Artikel geschrieben habe: Ich möchte die Wichtigkeit und langfristigen wirtschaftlichen Vorteile von E-Mail-Marketing deutlich machen. Aus der Praxis mit unseren Kunden wissen wir einfach, wie viele teils große Summen in Werbung investieren, die dann einfach „verpulvert“, weil die Besucher auf eine Seite geschickt werden, wo sie sich eben NICHT mit der E-Mail-Adresse eintragen können…

      Dennoch war meine erste Reaktion nach dem Lesen Deines Kommentars: Hast Du den Artikel überhaupt gelesen? 😀

      Ich zitiere mich mal selbst kurz:
      „[…] (und ja, theoretisch könnten Sie sogar Google AdWords Anzeigen schalten um Besucher auf Ihrer Landing Page zu generieren).“
      und
      „Sie sind sofort unabhängig von nur einer einzigen Traffic- oder Besucherquelle – Sie können neben AdWords noch zig weitere Kanäle nutzen, um Besucher auf Ihre E-Mail-Marketing Landing Page zu leiten!

      Hervorhebungen jetzt von mir nachträglich zugefügt.

      Also ja: Ich schreibe doch deutlich, dass PPC mit AdWords durchaus Sinn macht in Kombination mit E-Mail-Marketing. Aber NUR AdWords auf eine Homepage oder Seite, OHNE dort die Leads zu generieren – das schafft eben die beschriebene dauerhafte Abhängigkeit von AdWords und das wird langfristig extrem teuer und grenzt an „Verschwendung“ von Werbegeldern.

      Es geht im Artikel also um den Wert des Aufbaus einer E-Mail-Liste. Mehr nicht.

      E-Mail-Marketing ist Teil des Verkaufsprozesses, kann aber auch zum Teil als Traffic-Quelle gesehen werden – immerhin kann ich mit einer E-Mail-Liste Besucher (und idealerweise sogar Kunden) „auf Knopfdruck“ erzeugen, nämlich immer dann, wenn ich eine E-Mail an meinen Verteiler rausschicke.

      Ich habe niemals geschrieben, dass PPC „böse“ ist 😀 Und ja, wir schalten auch PPC Werbung (allerdings derzeit nicht bei AdWords, da es einfach zu teuer ist).

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Dejan Novakovic

    Reply Reply 15. Juli 2014

    Hey Sebastian,

    mich interessiert Deine Meinung auch wirklich.
    Also nur her damit.

    Und ja, wir schalten PPC wie Gordon es geschrieben hat.
    ABER es ist nicht die einzige Möglichkeit um Leads zu generieren. Es ist eine…von vielen.
    Wir machen derzeit mehr mit Facebook.
    Manche Sachen funktionieren gut, manche nicht.

    Man muss sich die Zeit nehmen um in Ruhe Kampagnen zu planen und kontrollieren. Und „normale“ Unternehmer (wir Freaks sind also davon ausgeschlossen) verpulvern gerade mit Adwords Geld und sagen dann „Das funktioniert ja nicht!“.

    Und Gordon hat natürlich Recht was die Kosten etc. angeht.

    Aber hier geht es nicht zu sagen das eine oder andere ist die ultimative Lösung.
    Es ist wie immer im Leben eine Mischung aus allem. 🙂

    LG Dejan

  • Gordon Kuckluck

    Reply Reply 17. Juli 2014

    Habe mal ein Erklärungsvideo „nachgeschoben“ 🙂

  • Denis

    Reply Reply 17. Juli 2014

    Richtiger Grundgedanke, jedoch hast du folgende Rahmenbedingung speziell bei Google Adwords nicht angesprochen:

    Die Bewerbung von reinen, fokussierten Landingpages zur Email-Leadgenerierung ist über Google Adwords nicht gestattet.

    Auszug aus der Werberichtlinie von Google Adwords:
    „Bei Google AdWords sind keine Websites gestattet, die primär dazu dienen, personenbezogene Daten zu erfassen“…

    …“Zu unzulässigen Websites zählen unter anderem auch Websites, auf denen Geschenke oder andere Anreize angeboten werden, damit Nutzer als Gegenleistung personenbezogene Daten bereitstellen…“

    Quelle: https://support.google.com/adwordspolicy/answer/190438?hl=de

    Das bedeutet: Die klassische Landingpage zur Email-Leadgenerierung hat bei Google Adwords einen schweren Stand. Hier müssen unbedingt andere Anbieter für PPC-Werbung in Betracht gezogen werden.

    • Gordon Kuckluck

      Reply Reply 17. Juli 2014

      Die Lösung ist, das man einen sogenannten 2-Step Eintrageprozess aufsetzt. D.h. auf der Landing Page, die man mit AdWords Anzeigen bewirbt ist erst einmal nur ein Button „Will ich haben“ (oder wie auch immer) zu sehen. Klickt der Besucher drauf, dann erscheint im zweiten Schritt erst (z.B. in einem kleinen Popup) das eigentliche Eintrageformular.

      Mit solchen Landing Pages hatten wir bislang keinerlei Probleme bei AdWords freigeschaltet zu werden.

      • Denis

        Reply Reply 17. Juli 2014

        Interessant. Danke für den Hinweis, der für mich sehr überraschend ist, weil der eigentliche „Tatbestand“ sich durch diese spezielle technische Umsetzung ja nicht ändert.

        Kann es sein, dass du diese Erfahrung lediglich bei der Aufforderung zur Anmeldung bei einem Webinar gemacht hast? Hier könnte man davon ausgehen, dass der primäre Zweck nicht die Datenerfassung, sondern die Anmeldung zu einem Event ist.

        Hast du diese Erfahrung also auch konkret bei der Bewerbung von Landingpages gemacht, die ein Video, Ebook, etc. für die Eingabe einer Email-Adresse versprechen?

        • Gordon Kuckluck

          Reply Reply 17. Juli 2014

          Auch bei Videos.

          Google erlaubt nur nicht, dass auf der Zielseite direkt die Daten abgefragt werden.
          Ob man das technisch mittels „Pop-Up“ löst oder nach Klick auf einen Button tatsächlich auf eine andere, weitere Unterseite weiterleitet, bleibt ja jedem selbst überlassen.

          Und das ist dann auch Google egal, denn ab jetzt hat der User selbst ja durch den zweiten Klick das Commitment abgeben, dass er mehr Infos wünscht und kann nicht mehr Google dafür „verantwortlich“ machen auf eine „Datenklau-Website“ geraten zu sein. Davor will Google sich ja letztlich durch diese Regel schützen; sie wollen die besten, relevantesten Seiten für den Suchenden liefern und nicht etwaigem Datenmissbrauch Vorschub leisten, was ihnen vorgeworfen werden könnte bzw. in der Vergangenheit sicherlich vorgeworfen wurde. Missbrauch wurde da schließlich ganz bestimmt in Sachen „Datenklau“ betrieben, indem unseriöse Anbieter einfach AdWords Werbung geschaltet haben, Optins gesammelt haben und die Leute jetzt (im besten Fall „nur“) mit Spam zugemüllt haben…

  • Matthias Mann

    Reply Reply 26. Juni 2015

    Sehr spannender Artikel. Ich bin ja der Meinung, wer als Unternehmer kein E-Mail-Marketing betreibt, der hat das heute wichtigste Marketing-Instrument total übersehen oder verkannt. Etwas besseres gibt es doch in der heutigen Zeit gar nicht. E-Mail hat erheblich geringere Kosten als Print-Mail und sonstige Werbung, ist viel schneller und verurscht keinen Müll, wenn die Post im virtuellen Papierkorb landet. Ausserdem ist es eine nahezu perfekte Möglichkeit, mit Kunden und Interessenten im engen Kontakt zu bleiben. Beziehungspflege ist ja nunmal auch für Unternehmen sehr wichtig.

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